Was ist Meditation?







Meditation ist ein Zustand jenseits des Denkens

Meditation ist ein Zustand des reinen Bewußtseins ohne Inhalt

Osho

Der leere Spiegel und der Blick ins Nichts 










Es war ein Autounfall der mich in 'die Mitte' schleuderte.

Es war eine Überdosis magischer Pilze, die mich jenseits der bunten Wirkung in den Bereich des 'unberührten Zeugen' führte.

Es war der Dauerlauf bei fast unerträglicher Erschöpfung, der mich plötzlich in kristallklarer Wachheit stieß.

Während einer Aikidoübung geschah plötzlich alles 'ohne mich'! - der Schock -

Etwas Haschisch im Blut und LSD an den Synapsen, tanzend im Kreise drehend, die Musik war soo gut, plötzlich tat sich der Boden auf und ich fiel in das 'Reich der Mitte'! - der Schock -

Die Erregung war eine Welle, das Herz war überfließend, der Körper meiner Geliebten vibrierte, ihre Möse pulsierte, wir beide schwangen im selben Rythmus in einen Orgasmus, alles geschah 'ohne mich' -  da tat sich der Boden auf und das Reich der Mitte....! - der Schock -   

...Ja, ja, das kleine Ego hält sich fest.

Und eines ist verflixt klar: das größte Hinderniss in dieser Welt ist das Ego, und wen das am meisten stört, ist auch das Ego... Da beißt sich doch die Schlange in den Schwanz!






Was ist die Lösung?
Und was will ich eigentlich?

Ungeschminkt die Wahrheit:

- glückselige Ekstase und frei sein von Leiden! -


'Auf der Suche nach dem Wunderbaren' hörte ich dann:


"Glück ist unser Geburtsrecht

und Ekstase ist unsere wahre Natur!"



WIR SIND ES und erleben es doch ganz anders.

Was ist passiert, was zu tun, was zu lassen?

....Und wie hat es Tim Leary so schön formuliert:



'Was ist die Frage, auf der die Antwort "Leben" ist!'



Es gibt Menschen, die haben anscheinend
die Lösung gefunden und verwirklicht.

Diese geben nun Tipps, die zur Lösung führen
und Statements über die wahre Natur des Menschen und des Seins.

Sie laden Dich ein, ihre Sicht zu überprüfen und nennen Methoden, wie Du es tun kannst.


Anschließend also ein paar Zitate von verschiedenen 'bemerkenswerten Menschen' zu diesem Thema:

Long Chen Pa war ein großer Meditationsmeister in Tibet. Vor Jahrhunderten lehrte er folgendes:

Schaue nackt auf das, was auch immer erscheint im Augenblick, in dem es auftaucht.

Gewahrsein entsteht, in dem ich mich in diesem Zustand entspanne, in der es kein Greifen nach Erscheinung als etwas gibt: nicht Dualistisch, von innen her befreit!

Klar? Nein? Ein Mensch Namens James Low drückt es so aus:

Sobald wir aufhören, etwas schaffen zu wollen, etwas beherrschen zu wollen, etwas werden zu wollen, und wir statt dessen unsere Präsenz im unentwegten Werden der Welt zulassen, offenbaren alle Dinge ihre Vollkommenheit, wie auch immer sie beschaffen sein mögen.

Mit Hilfe der Meditation können wir erkennen, daß unsere gewöhnliche, alltägliche Erfahrung, daß alle Phänomene, ob sie nun innen oder außen aufzutreten scheinen, als ein nie versiegender Strom aus dem Gewahrsein selbst hervorgehen.

Abschließend noch ein paar Kommentare von Osho, dem ich vieles Lebendige verdanke:

Dein inneres Wesen ist nichts als der innerste Himmel, Wolken kommen und gehen, Planeten werden geboren und verschwinden, Sterne steigen auf und verglühen, und der innere Himmel bleibt gleich - unberührt, unbefleckt, unverletzt.

Meditation ist Deine innerste Natur - das bist Du. Sie ist Dein Wesen. Sie hat nicht  mit Deinem Tun zu tun: Du kannst Sie nicht besitzen, Du kannst sie nicht 'nicht' besitzen - sie kann nicht besessen werden. Sie ist nicht ein Ding,

sie ist Du - Dein innerstes Wesen.

So also habe ich es verstanden:

Stilles Gewahrsein dessen was ist

Wach, Entspannt, ohne Urteilen

ist

jetzt hier sein

führt zu

Ruhen in sich selbst

ist

Raumbewußtsein

Bodhidharma's Kommentar (der Gründer des Zen im 7. Jrhd.):

"Offene Weite - nichts von heilig"

 

Und nun eine kleine Meditationsanleitung:

Nimm Dir 15 od. 30 Min. Zeit. 

Telefon aus und keine Termine! 

Stell Dir einen Wecker oder sonst einen Signalgeber (Eieruhr, leeres 60erTape mit Gongzeichen am Ende oder brennendes Räucherstäbchen z. B.). 

Bereite  einen Platz zum Sitzen, da wo Du Dich gut fühlst. 

Am besten am Boden, (wer fliegen will, muß auf dem Teppich bleiben...).

Decke oder ähnliches als Unterlage, gerade Sitzen, der Po ein wenig erhöht (festes Kissen), Bauch raus und entspannt, Rücken gestreckt, Kinn leicht angezogen, die Hände einfach auf Deine  Knie abgelegt. 

Und los...! Atme tief ein, und langsam ganz aus. Lass dabei alles los und komme einfach in den gegenwärtigen Augenblick. 

Nichts besonderes, nichts Sensationelles. Alles ist Ok. 

Wir wollen nirgends wo hin. 

Es gibt wirklich nichts zu tun... außer: 

Schaue auf Deinen Atem, registriere Deine Gedanken, lass sie immer wieder los und komm zurück zum Atem. 

Das Gefühl greifen zu müssen, die Süße der gedanklichen Abstraktion, (und was alles einem einfällt...), Langeweile, Ungeduld, Kitzel und Schmerz... Registriere es, fühle es, geh in Kontakt, bade Dich darin und.... lasse los... bleibe Zeuge des Geschehens... wach, entspannt und ohne Urteilen! 

Das ist die Meditationspraxis. 

Za-Zen im japanischen genannt, Chan in China, Dhyan in Indien oder auch in Tibet 'Shine' genannt - ruhiges Gewahrsein.

Osho hatte einmal eines dieser Ölsandbilder in der Hand. Er drehte es hin und her, zäh flossen die Ölsandstrukturen durcheinander. 

"Das ist der Mind" (So bezeichnet er das Körper-Verstand-System) 

Nach einer Weile des Ruhighaltens setzte sich der Sand ab, es zeigte sich eine klare Struktur, unten der Sand und oben das Öl. 

"Und nun,"  war sein Kommentar  " das ist No-Mind, Meditation".

Und das ist die Wirkung: wenn alles sich setzt, wird alles auch klar.... und dann geht es erst richtig los... das Leben, das Universum und der ganze Rest!

 

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